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Mitgliedschaft neu erleben

Chemie gebündelt in der GDCh.app

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Mit einer von Grund auf neu konzipierten App beschreitet die GDCh neue Wege, um noch näher an ihren Mitgliedern zu sein. Für Android- und iOS-Nutzer steht die App für Smartphones und Tablets in Google Play und im Apple App Store zum Download bereit; Desktop-User finden (fast) das gesamte Angebot auch im Browser unter der Web-Adresse gdch.app. Der Zugriff auf 7000 Beiträge rund um die Chemie ist nur eines von vielen Leistungsmerkmalen. 

Die Idee

„Die GDCh in der Hosentasche“ – immer dabei, immer erreichbar, immer auf dem neuesten Stand – hatte sich sich das aktuelle GDCh-Präsidium auf seine Fahnen geschrieben und dieses Ziel seit seinem Amtsantritt 2020 verfolgt. Eine App ist hier das Kommunikationstool der Wahl, und gemeinsam mit der GDCh-Geschäftsstelle wurde ein umfassender Anforderungskatalog unter Einbeziehung der Ergebnisse der Mitgliederumfrage 2020 für ein solches Instrument erarbeitet. Die drei bisherigen Kernaufgaben der App sind:

  1. GDCh-Inhalte für Mitglieder, aber auch für alle an der Chemie Interessierten optimal zu präsentieren,
  2. soziale Interaktionen zum Kennenlernen anderer GDCh-Mitglieder möglich zu machen und
  3. eine zukunftsfähige, digitale Infrastruktur bereitzustellen, um weitere Mitgliederwünsche durch entsprechende Funktionalitäten erfüllen zu können.

Status quo

Der Startschuss der Entwicklung fiel im Oktober 2020 und wurde extern von einer Digital-Agentur begleitet; seit 25. Mai 2021 ist die Web-Version der App öffentlich als Beta-Version zugänglich. Seit 16. Juli 2021 sind frei nutzbare Versionen der GDCh.app in Google Play und Apple App Store verfügbar. Die App wurde dabei sukzessive in den Normalbetrieb überführt. Mit dem zugrundeliegenden Software-Entwicklungsmodell „continuous integration and continuous deployment“ (CI/CD) kann die App kontinuierlich wachsen und verbessert werden. 

Der Leistungskatalog ist bereits beachtlich und es mangelt auch nicht an Ideen für weitere Features, wie man aus dem aktuellen Funktionsumfang ablesen kann:

🟢 Jedes Mitglied kann rund 7000 Beiträge rund um die Chemie lesen
🟢 Neue Inhalte auf der Homepage werden dynamisch geladen
🟢 Inhalte der Nachrichten aus der Chemie,
🟢 GDCh-Pressemitteilungen und
🟢 Chemieportal FaszinationChemie.de,
🟢 GDCh-Twitter-News werden automatisch in die App übertragen
🟢 Persönliche Profile können angelegt werden
🟢 Basis-GDCh-Mitgliedsdaten landen automatisch in der App
🟢 Profile anderer Mitglieder können eingesehen werden
🟢 Mitglieder authentifizieren sich passwortlos
🟢 Einfaches Sharing von App-Inhalten mit anderen Apps auf mobilen Endgeräten
🟢 Lesezeichen anlegen und verwalten
🟢 Feedback-Funktion
🟢 Zugriffsstatistiken erfassen
🟢 Native Apps in Google Play und Apple App Store
🟢 Push-Benachrichtigungen für App-User
🟢 Preprint-Publikationen von ChemRxiv.org
🟡 Integration von GDCh-Fortbildungen
🟡 Integration aller GDCh-Preise und -Auszeichnungen

In der Pipeline:

🔴 Dark Mode
🔴 Zertifizierung von Engagement und Community-Arbeit, Teilnahmen an Events und Preisauszeichnungen
🔴 Mentoringmöglichkeiten und soziale Komponenten
🔴 Elektronischer Mitgliedsausweis
🔴 Mitglieder können Mitglieder über ein Formular datenschutzkonform kontaktieren
🔴 Integration aller GDCh-Veranstaltungen inkl. Events aus Fachgruppen, Ortsverbänden und dem JungChemikerForum
🔴 Integration Bezahl-Services
🔴 Automatische Übersetzungen ins Englische
🔴 Medienpartnerschaft mit ChemistryViews.org

Datenschutz, aber kein Blindflug

Die GDCh.app verwendet eine GDCh-eigene Analytics-Plattform, deren Server in Deutschland stehen und auf der ausschließlich Daten ohne Personenbezug erfasst werden: IP-Adressen, genaue Standorte, Namen, Tracking-ID usw. werden nicht erfasst. Damit fallen die Daten zur Nutzung nicht unter die Datenschutz-Grundverordnung und dennoch erhalten wir statistische Messwerte zur Verwendung der App, um sie stetig zu verbessern.

Ein bisschen was zur Technik

Als gemeinnütziger Verein hat die GDCh satzungsgemäß den Anspruch, möglichst viele Menschen, unabhängig von ihren technischen Voraussetzungen, mit ihren Inhalten zu erreichen und für die Chemie zu begeistern. Das gelingt am besten mit weit verbreiteten Web-Technologien. Die GDCh.app lässt sich auf jedem internetfähigen Gerät mit einem modernen Browser öffnen – das reicht vom Smartphone über Desktop-PC bis hin zum Smart-TV oder zur Spielekonsole. Eine Installation ist nicht erforderlich.

Obwohl wir auf Web-Technologien setzen, wurde keine einzige Zeile HTML-Code geschrieben. Die Sprache der App ist JavaScript, die derzeit populärste Programmiersprache weltweit. Dabei ist alles in sog. „React-Komponenten“ zerlegt. React ist ein von Facebook ab 2012 veröffentlichtes, aber mittlerweile unter offener Lizenz stehendes Framework zur Entwicklung grafischer Web-Oberflächen. Damit alle Seiten ausreichend schnell ausgeliefert werden können, werden sie statisch generiert und stehen sofort zur Verfügung. Die nativen GDCh-Apps in den Stores von Apple und Google sind – stark vereinfacht ausgedrückt – Browser mit GDCh-Navigation, erweitert um einige native Funktionen wie Push-Benachrichtigungen. Die Technik dahinter, React Native, wird von vielen Größen der IT-Branche für ihre Apps eingesetzt: Facebook und Instagram, Tesla, Airbnb und Uber Eats. Aktualisierungen von Beiträgen und Funktionen erreichen Mitglieder so direkt.

Die Daten für die Seiten stammen aus einem „headless Content-Management-System“ (Headless-CMS). Das hat zwei wesentliche Vorteile: Zum einen können wir unser eigenes Datenschema entsprechend unserer Daten einschließlich aller Medien aufbauen, zum anderen zeichnet sich das Headless-CMS durch eine sehr flexible Programmierschnittstelle aus: Es spielt keine Rolle, wer oder was die Daten abruft. Das kann eine Website, eine App oder – hypothetisch – eine Google-Tabelle, ein Bot oder Amazon’s Alexa sein. Mit der Headless-CMS-Architektur können also viel mehr Inhalte einfach erstellt, verwaltet und an vielen Stellen gleichzeitig bereitgestellt werden. Unser Headless-CMS ist „Software as a Service“, den wir einkaufen und uns so nicht um Installation, Wartung und Entwicklung kümmern müssen. Das wichtigste Merkmal für Entwickler ist, dass wir Anfragen an das Headless-CMS als GraphQL-Query formulieren. Das spart Zeit und damit Geld beim Suchen und Finden von Informationen.

Beispiel einer GraphQL-Frage:

{
  persons(
    where: {
      lastname: "Bräutigam", 
      firstname: "Maximilian"
    }
  ) {
    interests {
      name
    }
  }
}

Und die zugehörige Antwort:

{
  "data": {
    "persons": [
      {
        "interests": [
          {
            "name": "Physikalische Chemie"
          },
          {
            "name": "Spektroskopie"
          }
        ]
      }
    ]
  }
}

Schließlich arbeitet noch eine Reihe von Hintergrunddiensten für die App, die die Datenbank mit Inhalten aus anderen Plattformen füllen, die Mitgliederdaten synchronisieren und dafür sorgen, dass die letzten Nachrichten aus der Chemie von Wiley-VCH-Servern als XML heruntergeladen und in die App importiert werden.

Nebeneffekte

Mit dieser innovativen Infrastruktur kann die GDCh schnell auf neue Anforderungen reagieren und eine Vielzahl bewährter und neuer, digitaler Services anbieten. Ein Beispiel hierfür ist die Übersicht aller aktuellen Preisausschreibungen, die Merkmale tragen wie Zielgruppe, Dotierung und Fachgebiet. Diese Daten werden im neuen CMS gepflegt und dann in die GDCh-Webseite geladen.

Fazit

In der GDCh.app der Gesellschaft Deutscher Chemiker wird alles um die Chemie herum sprichwörtlich „greifbar“. Dafür sorgen Beiträge rund um das Fach: Dies können Artikel, Videos und Podcasts aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft sein. Angemeldete Mitglieder erhalten vollen Zugriff auf das Mitgliedermagazin Nachrichten aus der Chemie und die in der GDCh organisierte Chemical Community. Sie können sich vernetzen, Kontakte knüpfen und werden automatisch über Neuigkeiten informiert.

Laden Sie sich jetzt die GDCh.app herunter und probieren Sie sie selbst aus! Wir freuen uns über Rückmeldungen, Kommentare und Anregungen sowie natürlich auch über hoffentlich positive Bewertungen in den App-Stores.

Maximilian Bräutigam und Peter R. Schreiner
Rückfragen zur App richten Sie bitte direkt an: m.braeutigam@gdch.de

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