Gesellschaft Deutscher Chemiker

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Schutzschicht gegen Bakterien

Nachrichten aus der Chemie, November 2011, S. 1039-1043, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Menschen tragen etwa zehnmal mehr Bakterien in sich als Körperzellen. Für dieses Zusammenleben hat sich im Lauf der Evolution ein Immunsystem entwickelt, das die Bakterien in Schach hält. Im Arsenal des Immunsystems finden sich sehr potente und breit wirksame antimikrobielle Peptide, mit denen der Körper bakterielle Infektionen abwehren kann.

Natürliche antimikrobielle Peptide

Eine ganze Reihe von natürlichen antimikrobiellen Peptiden ist bekannt.1 Sie besitzen eine breite Wirksamkeit und spezielle Wirkmechanismen, die weniger anfällig gegen Resistenzbildung sind. Deswegen werden sie als Ansatzpunkte für die Herstellung von Medikamenten gegen resistente Bakterienstämme erforscht.2

Obwohl die Peptide in ihrer Kettenlänge, Aminosäuresequenz und in der Sekundärstruktur extrem stark variieren, lassen sich doch Gemeinsamkeiten ausmachen: Alle Peptide tragen kationische Ladungen und haben einen hohen Anteil an hydrophoben Einheiten. Sie bilden damit eine amphiphile Struktur, die mit bakteriellen Zellmembranen stärker interagiert als mit denen der Körperzellen, weil sie sich in der Lipidzusammensetzung unterscheiden (Abbildung 1).

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