Gesellschaft Deutscher Chemiker

Artikel

„Schon früher wurden Lehrbücher in Frage gestellt“

Nachrichten aus der Chemie, März 2026, S. 14-17, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Riedel und Janiak – manche erinnern sich eher an die Namen der Autoren als an den Titel ihres ersten Studienlehrbuchs für Chemie. Nun ist Erwin Riedel gestorben. Sein Coautor Christoph Janiak sprach mit den Nachrichten aus der Chemie darüber, ob er nur vom Schreiben von Lehrbüchern leben könnte, wie er zu Künstlicher Intelligenz steht und ob Riedel das Buch heute noch so verfasst hätte.

Nachrichten aus der Chemie: Viele Erstsemester starteten mit dem Lehrbuch „Anorganische Chemie“ des kürzlich verstorbenen Erwin Riedel ihre Karriere. Was hat den „Riedel“ so erfolgreich gemacht?

Christoph Janiak: Vor dem „Riedel“, also bis Ende der 1980er Jahre, gab es für die Grundlehre in der anorganischen Chemie vor allem den Holleman-Wiberg. Das Buch enthält fast alles, was man sich zu diesem Gebiet vorstellen kann, aber ein Lehrbuch ist es sicher nicht. Ansonsten wurden aus dem Englischen übersetzte Bücher verwendet, zum Beispiel der Cotton-Wilkinson. Riedel wusste aber, dass sich die Lehre in den USA und dem Vereinigten Königreich von der in Deutschland unterscheidet – dort stehen physikalisch-chemische Zusammenhänge, hier mehr die Stoffche

Bildung + Gesellschaft

Überprüfung Ihres Anmeldestatus ...

Wenn Sie ein registrierter Benutzer sind, zeigen wir in Kürze den vollständigen Artikel.