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Modellexperimente zu einem bakteriellen Plagegeist

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Der Grund für Gastritis und Magengeschwüre kann die Besiedelung der Magenschleimhaut mit Helicobacter pylori sein. Wie schafft es das Bakterium, in dieser sauren Umgebung zu überleben? Neue Modellexperimente mit Alginatbällchen machen die Prozesse um das Bakterium für Schüler:innen nachvollziehbar.

Helicobacter pylori ist ein spiralförmiges oder gebogenes Stäbchenbakterium mit vier bis sechs Flagellen (Geißeln oder fadenförmige Gebilde), die es sehr beweglich machen. Die Flagellen – aber nicht das ganze Bakterium – sind mit einer säurefesten Hülle umgeben. Bei etwa der Hälfte der Weltbevölkerung hat es die Magenschleimhaut besiedelt, in Entwicklungsländern bei 70 bis 90 Prozent, in Industrieländern bei 30 Prozent. Unbehandelt überlebt das Bakterium lebenslang im Körper.

Die Infektion löst nicht zwangsläufig eine Krankheit aus. Weitere Faktoren sind Ernährung, Stress und genetische Disposition. Wird die Infektion erkannt, ist eine Therapie sinnvoll, da H. pylori ein Risikofaktor für Magenkarzinome ist.

Um den Quälgeist loszuwerden, hat sich über viele Jahre die Standardtripeltherapie (SST) bewährt. Diese besteht aus zwei Antibiotika, Clarithromyci

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