Gesellschaft Deutscher Chemiker

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Mit einem Hauch Anorganik

Nachrichten aus der Chemie, Juni 2026, S. 60-61, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Aduc-Preisträger Alex J. Plajer untersucht, wie sich Schwefel, Selen und Übergangsmetalle in Polymergerüste integrieren lassen. Dazu nutzt er selektive Co- und Terpolymerisationen sowie supramolekulare Polymere auf Basis definierter Metallkomplexe. So ergeben sich Materialien, deren Eigenschaften sich mit rein organischen Polymeren schwer erreichen lassen.

Jährlich fallen bei der Erdölförderung Millionen Tonnen Schwefel an – ein Rohstoff, der nicht effizient genutzt wird. Dabei lassen sich daraus Polymere herstellen, die auf Licht oder Nukleophile reagieren und deren Materialeigenschaften einzigartig sind. Deshalb konstruieren wir Polymermaterialien, bei denen Elemente wie Schwefel, die sonst eher der Anorganik zugeschrieben werden, die Synthese und Eigenschaften bestimmen.

DieCopolymerisation von CS₂ und Epoxiden gilt als unselektiv: Neben Polydithiocarbonaten entstehen Monothio-, Trithio- und Carbonate.1) Zugrunde liegen den Reaktionen Umlagerungen zwischen Schwefel- und Sauerstofffunktionen. Dabei bilden sich zunächst Dithiocarbonate, die labil gegenüber intramolekularen Angriffen sind, wobei Thiolate entstehen. Diese rea

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