Gesellschaft Deutscher Chemiker

Gründerkolumne

Mit drohender Insolvenz umgehen

Nachrichten aus der Chemie, Juni 2026, Seite 43, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Insolvenz kann Start-ups etwa dann drohen, wenn Kunden oder Investoren unerwartet nicht zahlen oder wenn die Kosten höher sind als geplant. Für Start-ups ist das belastend – diese Erfahrung habe ich selbst schon gemacht.

Der erste Schritt bei drohender Insolvenz: die finanzielle Situation analysieren. Wie hoch sind die Schulden? Wie schnell fließt weiteres Geld in das Unternehmen? Welche Ausgaben sind unbedingt zu tätigen, welche lassen sich verschieben oder reduzieren? Das schafft ein klares Bild der Lage und hilft zu beurteilen, ob die Insolvenz unvermeidbar ist oder ob es noch Handlungsspielraum gibt.

Anschließend sollten Gründende offen mit Gläubigern und Investoren sprechen, um Lösungen zu finden, etwa Zahlungsfristen verlängern, Schulden umstrukturieren oder mehr Kapital von Investoren erhalten. Zudem ist es wichtig, zu sparen: überflüssige Ausgaben wie Marketingkampagnen oder nicht essenzielle Projekte vorübergehend stoppen oder einschränken, auf das Kerngeschäft, die profitabelsten Produkte oder Dienstleistungen konzentrieren, unwirtschaftliche Projekte einstellen. Es kann auch nötig sein, Personal abzubauen, um die Liquidität zu sichern.

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