Gesellschaft Deutscher Chemiker

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In 1000 Nasen gebohrt

Nachrichten aus der Chemie, März 2026, Seite 98, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Tycho Brahe hatte angeblich eine goldene Nase, manche haben den richtigen Riecher, andere lassen sich an der Nase herumführen oder fallen auf dieselbe. Kinder bohren gerne darin, insbesondere auch wenn es ihnen verboten wird.

Wie im Darm, auf der Haut und in anderen Feuchtgebieten unseres Körpers gibt es in der Nase ein ganzes Ökosystem mikrobieller Gäste, also ein Mikrobiom. Und das Nasenmikrobiom ist ein vernachlässigtes Forschungsgebiet. Es ist noch lange nicht so gut verstanden wie das Darmmikrobiom, und dessen Bedeutung für die allgemeine Gesundheit wurde erst ab etwa 2010 wirklich erkannt.1)

Viele gesunde Menschen tragen in der Nase pathogene Bakterien der Art Staphylococcus aureus. An anderer Stelle im Körper können diese Bakterien lebensbedrohlich sein, und vor allem in Form antibiotikaresistenter Stämme in Krankenhäusern (MRSA) hat sie etliche Patient:innen auf dem Gewissen.

Höchste Zeit also, einmal richtig nachzubohren und zu klären, was eigentlich los ist in den Nasenhöhlen. Forschende in Cambridge und London haben jetzt erstmals systematisch in einer statistisch signifikanten Zahl von Nasen gebohrt oder vielmehr bohren lassen.2)

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