Versuche, eine künstliche Zelle zu erzeugen, scheitern letztlich daran, dass selbst einfachste Lebewesen zu komplex sind. Die Erforschung der RNA-Welt führt hingegen inzwischen beinahe dazu, einfache Moleküle zum Leben zu erwecken.
Schöpfungsgeschichten gibt es in vielerlei kulturellen Variationen. Dazu kommen Geschichten von Menschen, die sich selbst zum Schöpfer erheben, wie der von Mary Shelley ersonnene Dr. Frankenstein, und meist nimmt alles kein gutes Ende. Standen die traditionellen Schöpfer und Frankenstein noch vor der Herausforderung, komplexe Organismen zusammenzuschustern, so wissen wir heute: Komplexität entsteht von selbst durch Evolution. Wer künstliches Leben erzeugen will, kann sich also Arbeit sparen und bei einfachsten Zellen anfangen – oder sogar bei evolvierenden Molekülen.
Mikroskopiebild von Zellen einer Pflanzenwurzel. Abbildung: sinhyu / Ado