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Farbige Gläser aus Verhüttungsschlacken

Goethes Blauer Stein

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Farbige Gläser aus Verhüttungsschlacken dienten bis in die Neuzeit in Kunst und Architektur als Ersatz für teurere Edelsteine und mineralische Pigmente. Wie die Farben der Gläser zustande kamen, war lange unklar. Elektronenmikroskopie und Röntgenspektrometrie haben das Rätsel nun entschlüsselt.

„Messina, Sonntag, den 13. Mai 1787. […] Die genaue Kenntniß der einzelnen Theile, woraus dieser Prunk zusammengesetzt war, verhalf mir zur Entdeckung, daß der sogenannte Lapis Lazuli jener Säulen eigentlich nur Calcara sei, aber freilich von so schöner Farbe, als ich sie noch nicht gesehn, und herrlich zusammengefügt.“ (Johann Wolfgang von Goethe, Weimarer Ausgabe WA I, 31, Seite 217)

Calcara ist ein blaues Glas, das beim Kalksteinbrennen entsteht, wenn tonige Verunreinigungen des Kalksteins mit der Asche von Gräsern zusammenschmelzen. Die Gräser dienten früher als Brennmaterial.

Wie in der Umgebung von Palermo Calcara entstand, beschrieb der Schriftsteller und Naturforscher Michael Johann von der Borch (1753–1810, auch Michał Jan Borch) im Jahr 1778.1)

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