Gesellschaft Deutscher Chemiker

Elementerätsel 5/2026

Element aus der Grube

Nachrichten aus der Chemie, Mai 2026, Seite 115, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Ich bin der Grund, warum Lichtsignale nicht müde werden: Kontinente werden verbunden, ohne dass Photonen zu Elektronen werden müssen.

Man findet mich noch heute in der Mitte meiner schwedischen Wiege.

Meist trete ich im Bund meiner Familie auf, doch sprachlich kann ich meine Brüder ersetzen.

Wenn die Zeit ein Gesicht zeichnet, diene ich als Jungbrunnen: Ein kurzer Blitz, und die Spuren der Jahre verschwinden im Dampf.

Welches Element ist gesucht? Senden Sie die Lösung bis zum 26. Mai an nachrichten@gdch.de; unter den richtigen Einsendungen losen wir eine siegreiche aus (es gibt auch was zu gewinnen!). Die Auflösung steht im nächsten Heft.

https://eu-central-1.graphassets.com/Aype6X9u2QGewIgZKbFflz/cmokymrwjjyhc07uqlk9i9ly9
Bilder: Marina Red / Adobe Stock (rosafarbene Gläser); Friedrich / Adobe Stock (rosafarbener TelleR); Liliia / Adobe Stock (Karies)

Auflösung aus Heft 4: Unbinilium, Eka-Radium

Wie immer im April-Elementerätsel ging es über das (existierende) Periodensystem hinaus. Das gesuchte Unbinilium ist als Platzhalter allerdings schon im Periodensystem vorgesehen, es würde unter dem von Marie Curie entdeckten Radium stehen (Eka-Radium – deshalb der Hinweis auf Curies‘ Erbe).

Am äußeren Rand des Periodensystems der Elemente wird eine „Insel der Stabilität“ vermutet (Hinweis: Abbildung der Insel), also superschwere Elemente mit Halbwertszeiten von Millisekunden. Es handelt sich dabei um Atomkerne mit einer „magischen Zahl“ von Protonen und Neutronen. Am stabilsten wäre vermutlich 304Unb, also Element 120 mit 184 Neutronen (Bildhinweis „184“). Voraussichtlich wird aber auch Unbinilium eine zu kurze Halbwertszeit haben, um chemische Eigenschaften zu beobachten. Immerhin: Vorausgesagt wird, dass es sich um ein Erdalkalielement mit für diese Gruppe ungewöhnlichen Oxidationsstufen +2, +4 und +6 handelt. Unbinilium könnte durch den Beschuss von Targetatomen mit Titanionen entstehen. Die üblichen Verdächtigen der Schwerionenforschung arbeiten daran (die Abbildung zeigte das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt), momentan scheint das Lawrence Berkeley National Laboratory die Nase vorn zu haben.

AusgeblättertElementerätsel

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