Gesellschaft Deutscher Chemiker
Anonymous

Anonymous

Keine Benachrichtigungen
Sie haben noch keine Lesezeichen
Abmelden

Meinungsbeitrag

Den Datenschatz endlich heben

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Ein (gar nicht so) fiktives Szenario: Sie promovieren gerade und haben Ihrem Doktorvater Ihr aktuelles Problem geschildert. Die Antwort: „Das hat XY vor 15 Jahren gemacht, schauen Sie mal in der Dissertation!” Wenn Sie Glück haben, finden Sie das Opus und darin nach längerem Stöbern die gesuchte Information. Vielleicht haben Sie aber auch Pech und die Dissertation ist beim letzten Laborumzug verloren gegangen? Oder Ihr Vorgänger fand die Information nicht wichtig genug, um sie in die Dissertation zu schreiben?

Oder: Sie synthetisieren eine knifflige Vorstufe für einen Naturstoff, und das NMR-Spektrum sieht rätselhaft aus. Zu Ihrem Glück finden Sie eine ähnliche Verbindung in der Literatur – doch die Autoren des Artikels waren keine Freunde ausschweifender NMR-Diskussionen und haben der Supporting Information ein grobkörniges Bild des 1H-Spektrums spendiert …

Diese Szenarien sind Alltag in der Chemie. Während Computer und Spektrometer heute um ein Vielfaches leistungsfähiger sind als noch vor wenigen Jahrzehnten, wird ein Großteil der Forschungsdaten wie zu Liebigs Zeiten im Laborbuch aus Papier erfasst. Dort, wo Daten heute selbstverständlich digital entst

Überprüfung Ihres Anmeldestatus ...

Wenn Sie ein registrierter Benutzer sind, zeigen wir in Kürze den vollständigen Artikel.