Gesellschaft Deutscher Chemiker

Elementerätsel 11/2026

Das Schillernde

Nachrichten aus der Chemie, November 2026, Seite 115, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Ich kleide mich in imposante Formen und bunte Farben und kann in bestimmten Umgebungen sogar schweben.

Mein Name ist auch besonders, denn seine Herkunft ist mehrdeutig wie meine Schreibweise je nach Branche.

Weil ich so komplex bin, ahme ich pseudomäßig einen Strukturtyp nach und vertrete meinen giftigen Nachbarn beim Sonnetanken.

Baut man mich in ein Mittel gegen Kopfschmerzen ein, helfe ich gegen Magen-Darm-Beschwerden. Pink färbt man mich dort nur zur Show.

Ich bin so besonders wie Wasser, bezogen auf meine Aggregatszustände.

Welches Element ist gesucht? Senden Sie die Lösung bis zum 24. November an nachrichten@gdch.de; unter den richtigen Einsendungen losen wir eine siegreiche aus (es gibt auch was zu gewinnen!). Die Auflösung steht im nächsten Heft.

https://eu-central-1.graphassets.com/Aype6X9u2QGewIgZKbFflz/cmvtdzu553duu07tbscn4yv8z
Bilder: Proxima Studio / Adobe Stock, Daderot / Wikipedia (gemeinfrei)

Auflösung aus Heft 10: Gold

In Rutherfords Streuversuch war eine dünne Goldfolie zentral, um den Aufbau des Atoms aus positivem Kern und negativer Hülle nachzuweisen.

Als Edelmetall ist Gold reaktionsträge, wirkt also abweisend – hart – gegenüber Reaktionspartnern. Nach dem HSAB-Konzept ist Gold eine weiche Säure und bindet daher weiche Basen. Das nutzt man etwa, um Goldnanopartikel mit stinkenden Thiolen zu funktionalisieren.

Eine goldene Nase würden sich wohl viele gern verdienen, auf das Hüftgold aber lieber verzichten.

Transparente Nanogoldschichten auf beispielsweise Brillengläsern können deren Beschlagen durch Aufheizen wegen IR-Absorption verhindern, wie Forschende der ETH Zürich im Jahr 2022 herausfanden.

Der Pirat denkt an Gold nicht nur im materiellen, sondern auch im übertragenen Sinne, wenn der Kopf nach einer alkoholreichen Nacht schmerzt: „Au, Rum.“

Die Bilder zeigen das Prinzip des goldenen Schnitts, ein Kirchenfenster aus Buntglas, dessen rubinrote Farbe früher häufig durch Goldnanopartikel entstand, und eine Frau in einem Sari. In diesem Kleidungsstück wurden in Indien, Bangladesch oder Pakistan traditionell Goldfasern verwebt.

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