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Chemie

Nachrichten aus der Chemie, November 2011, S. 1030-1032, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Schwefelreiche Polysulfide des Phosphors: α und βP2S7

Mit den Polysulfiden α und βP2S7 zeigen Pfitzner et al., dass P4S10 nicht das schwefelreichste Sulfid des Phosphors ist — eine Vermutung die Alfred Stock bereits im Jahr 1910 geäußert hatte. Die Strukturen der neuen Verbindungen unterscheiden sich erheblich von den bekannten Phosphorsulfiden, da es sich nicht um Käfige, sondern um Catena-Strukturen handelt, die darüber hinaus weit gehend kovalente S-S-S-Bindungen aufweisen. In den Catena-Strukturen sind PS4-Tetraeder zu Doppeltetraedern kantenverknüpft, welche dann durch ein zusätzliches Schwefelatom zu Strängen verbunden werden. Die S-S-S-Einheit lässt sich von der Bindungssituation aus αS8 oder dem S32—-Ion ableiten. Phosphor besitzt die formale Oxidationsstufe +V. α und βP2S7 unterscheiden sich lediglich in der intermolekularen Anordnung der Stränge zueinander und entstehen als Gemenge bei einer Synthese aus P3S4 und Schwefel bei 250 °C, welche die Lewis-Säure FeIII-Chlorid als Mineralisator nutzt. KMB

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