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Meinungsbeitrag

Chatten funktioniert immer

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

„Seit der Pandemie haben unsere Doktorandinnen keine Chance mehr, ein akademisches Netzwerk aufzubauen. Haben Sie vielleicht eine Lösung dafür?“ erkundigt sich eine Professorin bei der Abschlussrunde ihres Online-Retreats. Ich entgegne: „Für das Netzwerken ist die Pandemie gar nicht so schlecht!“

Wie diese Professorin bin ich früher oft zu Konferenzen gereist. Nach ellenlangen Vortragsblöcken begannen die wirklich wichtigen Teile: Kaffeepause, Mittagspause, Konferenzdinner. Oft wackelte ich durch überfüllte Räume mit schrecklicher Akustik. Ich wählte eher zufällig einen Stehtisch und hoffte, dort eine interessante Person zu erwischen. Dabei war ich ständig in einem Balanceakt: Hunger stillen, aber nicht mit vollem Mund sprechen, eine Frage stellen, dezent abbeißen und dann interessiert und kauend zuhören. Das Timing klappte selten. Stattdessen geht es so: Frage erhalten, Häppchen unzerkaut schlucken, hektisch antworten. Andersherum kann es schwierig sein, sich auf einen Gesprächspartner zu konzentrieren, der mampfend Monologe hält. Ganz zu schweigen davon, dass weder ich noch andere Menschen am Ende eines langen Konferenztags gut riechen.

Bei virtuellen Netzwerkereig

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