Gesellschaft Deutscher Chemiker

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Aus weniger mach mehr

Nachrichten aus der Chemie, Juni 2026, S. 38-42, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Was physikalisch unmöglich scheint, gelingt mit Upconversion-Nanopartikeln aus Seltenen Erden: energiearmes Nahinfrarot-Licht in energiereicheres ultraviolettes wandeln. Das eröffnet Anwendungen in der Medizin, Biologie und Photochemie.

Dem Energieerhaltungssatz zufolge kann ausgesendetes Licht nicht mehr Energie haben als das Anregungslicht. Mitte des 20. Jahrhunderts postulierte Nicolaas Bloembergen allerdings die Upconversion, durch die sich mehrere Photonen nahinfraroten Lichts (NIR) in ein einzelnes Photon sichtbarer oder ultravioletter (UV) Strahlung umwandeln lassen (Abbildung S. 40).1) Im Gegensatz zur Fluoreszenz, bei der Licht Energie verliert, lässt sich durch Upconversion scheinbar Energie gewinnen. Im Jahr 1966 bestätigte François Auzel diese Theorie experimentell. Er beobachtete die Upconversion an lanthanoiddotierten Festkörpern unter Infrarotbestrahlung und maß die dabei entstehende sichtbare Emission spektroskopisch.

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