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Auf die Mikrodosis kommt es an

Nachrichten aus der Chemie, Mai 2019, Seite 98, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Eins meiner Übersetzungsprojekte handelt von einem Chemiker, der wesentlich weniger berühmt geworden ist als das Molekül, das er als sein Sorgenkind bezeichnete: Albert Hofmann (1906 – 2008) und Lysergsäurediethylamid, kurz LSD.

Hofmann glaubte, dass dessen bemerkenswerte bewusstseinsverändernde Eigenschaften in der medizinischen Forschung zum Wohle der Menschheit eingesetzt werden können und sollten. Er warnte aber vor der Droge als reines Genussmittel. Als im Jahr 1971 die Vereinten Nationen und viele Mitgliedsstaaten Drogenrichtlinien verschärften, galten auch für LSD strenge Regeln. Diese erschwerten, damit zu forschen, was denn auch bald kaum noch jemand tat. Dem britischen Neurobiologen David Nutt zufolge schadet die weltweit restriktive Drogenpolitik der Neurowissenschaft erheblich.1)

Inzwischen beginnt sich allerdings das Blatt zu wenden, da es vielerorts erlaubt wird, etwa Cannabisprodukte medizinisch zu nutzen. Auch LSD könnte damit wieder aus der Versenkung auftauchen.

Nach anekdotischen Berichten kann die regelmäßige Einnahme von Mikrodosen – weniger als ein Zehntel dessen, was typische Rauschsymptome auslösen würde – Gemütszustand und Wa

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