Vortrag (Präsenzveranstaltung)
Grenzen des Wachstums: Expansion und Stagnation des deutschen chemischen Innovationssystems im „Dritten Reich“
Prof. Dr. Helmut Maier
Universität Wuppertal

Vortrag (Präsenzveranstaltung)
Universität Wuppertal
Von Beginn an verfolgte das NS-Regime eine Politik der Wiederaufrüstung und wirtschaftlichen Autarkie zur Vorbereitung seiner verbrecherischen Vernichtungskriege. Dabei spielte die Chemie eine Schlüsselrolle. Infolgedessen profitierte die chemische Forschung und Entwicklung enorm. Ab
1936 wurden mit der Verkündung des „Vierjahresplans“ neue Chemiewerke zur Herstellung von Roh- und Ersatzstoffen errichtet. Wie aktuelle Studien zeigen, stieg damit auch die Finanzierung von Forschung und Entwicklung auf ein bisher unerreichtes Niveau. Entgegen der traditionellen Sichtweise
in der Wissenschafts- und Technikgeschichte setzte sich das Wachstum des chemischen Innovationssystems nach Kriegsbeginn 1939 sogar bis 1943/44 fort. Der Vortrag befasst sich mit den
Bedingungen für das Wachstum des Systems und der Frage, warum es ab 1944 stagnierte.
Donnerstag, 26. November 2026
17:00 – 18:00Donnerstag, 26. November 2026
17:00 – 18:00