Gesellschaft Deutscher Chemiker

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Wie maschinelles Lernen die Chemie verändert

Nachrichten aus der Chemie, November 2026, S. 90-92, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

GÖCH-Mitglied Maximilian Kovar, der auch in der Jungen Chemie aktiv ist, befasst sich in seiner Forschung an der TU Wien mit der Vorhersage chemischer Reaktionen durch maschinelles Lernen. Erst diesen Sommer sagte die Österreichische Akademie der Wissenschaften die Finanzierung seines Forschungsprojektes für drei Jahre zu. Hier gibt er einen Ausblick, was sich durch künstliche Intelligenz in der Chemie in den nächsten Jahren verändern könnte.

Obwohl sich die chemische Forschung in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr vom Labor auf den Computer verlagert hat, galt eine Maschine, die eigenständig chemische Zusammenhänge erkennt und Vorhersagen trifft, lange als Zukunftsmusik. Mit dem Erscheinen von OpenAIs Sprachmodell ChatGPT ist daraus – zumindest an den Universitäten – ein Gesprächsthema der Gegenwart geworden: Keine Disziplin der Natur-, Geistes- oder Sozialwissenschaften bleibt von der Technologie des maschinellen Lernens (ML), umgangssprachlich oft mit künstlicher Intelligenz (KI) gleichgesetzt, gänzlich unberührt. Die Frage, wie gut eine Maschine Sprache erzeugen kann, ist für unser Fach dabei allerdings nur zweitrangig. Die eigentlic

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