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Was die Farben verraten

Nachrichten aus der Chemie, Juni 2019, S. 41-43, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Mit IR-Mikrospektroskopie an historischen Farbstoffgebinde lässt sich Chemie- und Sozialgeschichte nachvollziehen.

Ab etwa 1850 begann der Aufstieg der chemischen Industrie. Speziell die Farbchemie war ein Taktgeber. Fast alle großen deutschen Chemiekonzerne haben ihre Wurzeln in der Produktion von Teerfarbstoffen. Diese waren nach der Entdeckung des ersten vollsynthetischen Textilfarbstoffs, Mauvein, im Jahr 1856 ein lukratives Geschäftsfeld. Unter anderem Bayer, BASF und Agfa wurden in den 1860er Jahren als Farbwerke gegründet.

Die Herstellung synthetischer Farbstoffe war weniger von Importen abhängig als die von Naturfarben, und sie war bald auch preiswerter. Für große Bevölkerungsgruppen wurden aufwendiger gefärbte Textilien erschwinglich, die zuvor den höheren Schichten und dem Militär vorbehalten waren.

Heute lagern in der historischen Farbstoffsammlung der Hochschule Niederrhein in Krefeld über zehntausend vorwiegend synthetische (Textil-)Farben, die ältesten Gebinde stammen aus den 1860er Jahren (Foto). Damit ist sie eine der ältesten und größten Sammlungen dieser Art.

https://media.graphcms.com/gpZIjPx5QMqjtBEVclCg

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