Gesellschaft Deutscher Chemiker

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Warum der Tropfen nicht hält

Nachrichten aus der Chemie, Oktober 2016, S. 945-951, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Keine Regentropfen mehr auf Brillengläsern und Autoscheiben, Flüssigkeitsbehälter lassen sich rückstandsfrei leeren – Oberflächen, von denen Flüssigkeiten abperlen, sind praktisch. Welche Oberflächen gibt es schon heute, wofür können sie genutzt werden und welche Prinzipien stecken dahinter?

Gibt man einen Tropfen Wasser auf eine Vogelfeder, einen Insektenflügel oder Pflanzenblätter wie ein Lotusblatt oder Kapuzinerkresse, dann bildet der Tropfen eine fast perfekte Kugel und minimiert so seine Auflagefläche. Dabei bildet der Tropfen mit der Oberfläche einen großen Kontaktwinkel (Abbildung 1). Ist die Oberfläche auch nur leicht geneigt, rollt der Tropfen herunter. Von einer superhydrophoben Oberfläche spricht man, wenn der Kontaktwinkel größer als 150 ° ist und selbst kleine Tropfen von 5 bis 10 μL bei Neigungen kleiner als 10 ° abrollen.

https://media.graphcms.com/3yPXt7ySCy24JKDPborg
Wassertropfen auf einer superhydrophoben Oberfläche (A). Unter dem Tropfen bleibt in den Vertiefungen eine Luftschicht erhalten (B, Schema). Rasterelektronenmikroskopische Aufnahmen von der Oberfläche eines Lotusblattes (Nelumbo nucife

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