Gesellschaft Deutscher Chemiker

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Von der Eisenbahnschwelle zum Weltkonzern

Nachrichten aus der Chemie, November 2026, S. 22-27, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Julius Rütgers liefert die ersten mit Kupfersulfat imprägnierten Schwellen an die Aachen-Düsseldorfer Eisenbahn. Im Jahr 1849 eröffnet er zudem das erste deutsche Imprägnierwerk nach dem Teerölverfahren. Daraus wird der später weltweit operierende Chemiekonzern Rütgers AG.

Die Geschichte der großindustriellen Epoche der Familie Rütgers beginnt mit Martin Rütgers (1802 – 1870). Er ist der Sohn des Aachener Goldschmieds Peter Arnold Winand Rütgers und jüngerer Bruder von dessen Zunftnachfolger Caspar Joseph Karl Rütgers.

Seine Eltern gestehen Martin Rütgers nur die nötigsten Mittel zu, die er braucht, um sich zum Landvermessungsbeamten ausbilden zu lassen. Er wird königlich-preußischer Katasterkontrolleur und erwirbt in dieser Funktion im Jahr 1837 das Gelände für die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft. Sie eröffnet am 1. September 1842 eine der ersten deutschen Bahnlinien von Köln nach Aachen.

Bei seiner Tätigkeit für die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft beobachtet Martin Rütgers bei Gleisbauarbeiten, wie vergänglich die verwendeten Holzschwellen sind. Diese halten oft weniger als sechs Jahre, und es ist teuer, sie auszutauschen. Die Lebensdauer hölzerner

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