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Unser Lieblingselement: Phosphor

Nachrichten aus der Chemie, Dezember 2019, S. 42-46, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Das Element zwischen Fluch und Segen feiert dieses Jahr den 350. Jahrestag seiner Entdeckung. Es entfacht nicht nur Streichhölzer, sondern war auch Bestandteil von Kampfstoffen. Ebenso vielseitig ist seine Chemie.

Nur wenige Elemente des Periodensystems sind so vielseitig wie Phosphor. Entdeckt wurde er im Jahr 1669 von Hennig Brand, seines Zeichens Alchemist.1) Durch seine Geheimniskrämerei geriet Brand als Entdecker des Phosphors allerdings beinahe in Vergessenheit, waren doch etwa Daniel Kraft oder Johann Kunckel wesentlich geschickter darin, das Element zum Beispiel an den Herrscherhöfen Europas zu vermarkten.

Licht und Tod

Weißer Phosphor leuchtet im Dunkeln – ein Zeichen seiner Zersetzung, wie wir heute wissen – und das, ohne dem Sonnenlicht ausgesetzt worden zu sein. Wegen dieser und weiterer Eigenschaften fand Phosphor zunächst als Heilmittel Verwendung: So vertrieb der Leipziger Apotheker Johann Heinrich Linck ab 1702 seine Kunckel-Perlen, die gegen Koliken, Gicht oder Wundstarrkrampf helfen sollten.

Die erste nützliche Anwendung fand das Element in Zündhölzern, die ab 1835 im Handel erhältlich waren. Endlich gab es nach Feuersteine

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