Gesellschaft Deutscher Chemiker

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Unbekannte Mutagene finden und entschlüsseln

Nachrichten aus der Chemie, September 2026, S. 72-77, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Zellschädigende und genverändernde Stoffe in Konsumgütern in Tagen statt Monaten entdecken und identifizieren – das verspricht eine neue Bioassay-Methode. Das Gerät dazu kommt teilweise aus dem 3-D-Drucker.

Ob ein Stoff in Produkten mutagen ist, lässt sich schwer vorhersagen. Inhaltsstoff, Verunreinigung, Rückstand, Kontaminant oder Abbauprodukt: Alles Mögliche kann mutagen sein.

Nun gibt es eine neue planare Bioassay-Methode von Gertrud Morlock und ihrer Forschungsgruppe: Diese weist Mutagene nach, um sie bestenfalls zu identifizieren und um abzuleiten, woher sie stammen und wie sie sich vermeiden lassen. Dazu dient ein bakterielles Zellkultur-Testsystem.

Woran etablierte Methoden scheitern

Non-target-Methoden mit Säulenchromatographie und hochauflösender Massenspektrometrie (HRMS) übersehen manche unbekannte Mutagene, denn unter Tausenden von Signalen ist unklar, welche davon mutagen sind. Manche Stoffe lassen sich millionenfach schlechter ionisieren oder sind nur in Spuren enthalten, aber hochpotent. Statt möglichst viele unbekannte Substanzen zu trennen, kann auch danach gefahndet werden, wie Stoffe wirken. In-vitro-Assays sind allerdings für P

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