Gesellschaft Deutscher Chemiker
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Meinungsbeitrag

Tage des Ruhms, Tage der Demut

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Wer aufmerksam durch deutsche Städte geht, sieht sie allerorten: Plaketten mit Aufschriften, dass Goethe im Jahr 18XX auf seiner Reise von Y nach Z das Haus, an dem der Schriftzug angebracht ist, drei Minuten lang angeschaut hat.

Nun ja, der Glanz der Heroen strahlt eben ganz besonders hell, sogar in die traurigsten Ecken. Für Goethe-freie Zonen hat das Weimar-Merchandising übrigens auch passende Schilder parat. Großer Aufdruck „Hier war Goethe“ – ganz klein darunter: „nie“.

Die digitale Form der Goethe-Plakette lässt sich in der Chemie-Welt immer in den Tagen der Nobelpreisverkündung beobachten. Kaum waren die Namen David MacMillan und Benjamin List draußen, wurden die Plaketten eingeschlagen: Dass das Mülheimer Max-Planck-Institut stolz auf seinen Direktor Ben List ist – geschenkt. Auch Forschungsorganisationen, Unis, Forschungsförderer, Akademien, Wissenschaftsverlage dürfen sich gerne zum Gratulieren (und zum Betonen des eigenen Anteils am Preis) einreihen. Denn wirklich wichtig ist selbstverständlich nur: List ist GDChler (Yeah!) und war auch Autor bei den Nachrichten aus der Chemie (Doppel-Yeah!!). Es geht doch nichts über eine gute Vereinnahmung.

Viellei

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