Gesellschaft Deutscher Chemiker

Tagungsbericht

Symposium zu Naturstoffen, Biokatalyse und Nanomedizin

Nachrichten aus der Chemie, September 2026, Seite 94, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Das HIPS-Symposium 2026 in Saarbrücken zeigte neue Strategien für die Entwicklung antimikrobieller Wirkstoffe in neun Plenarvorträgen sowie diverse Posterpräsentationen und Kurzvorträge. Das Augenmerk lag auf Naturstoffen: wie diese sich biokatalytisch herstellen und modifizieren lassen sowie ihrer Anwendung als Wirkstoffe und Nanotherapeutika.

Im Mai fand das HIPS-Symposium 2026 auf dem Campus der Universität des Saarlandes in Saarbrücken statt. Organisiert vom Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) war die Konferenz Anlaufpunkt für den interdisziplinären Austausch zwischen Wissenschaftler:innen der Lebenswissenschaften und der Bioinformatik.

Wie Andreas Kirschning (Universität Hannover) an Terpenoiden zeigte, erweitern Terpen-Synthasen und unspezifische Peroxygenasen als Biokatalysatoren das Repertoire der organischen Synthesen. Aus Farnesyldiphosphat produzierten beide Enzymklassen unterschiedliche Terpenoid-Gerüste.

Michael Groll (TU München) sprach über metallische Cofaktoren und Carbokationen, die die Terpenbiosynthese regulieren. Allosterisch bindende Mangan(II)- und Cobalt(II)-Ionen induzieren Konformationsänderungen der Terpen-Syntha

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