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Spuren des Lebens: Organische Verbindungen im Stein

Nachrichten aus der Chemie, Mai 2011, S. 517-520, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Den Pionieren der organischen Geochemie ist die grundlegende Erkenntnis zu verdanken, dass organische Stoffe wie Erdöl biologischer Herkunft sind. Allen voran stehen die Arbeiten von Alfred Treibs (1899 — 1983) aus den 1930er Jahren. In diesen stellte er eine gedankliche Verbindung zwischen organischer Materie in Steinen und urzeitlichem Leben her: Die aus dem triassischen “Stinkschiefer” des Karwendel-Gebirges isolierten roten Porphyrine (in erster Linie Desoxophylloerythro-ätioporphyrin oder dessen Nickel- und Vanadylkomplexe) sollten demnach aus dem Chlorophyll a des Planktons längst vergangener Meere stammen (Abbildung 1).1 Mit dieser Hypothese begründete er die organische Geochemie und das Konzept der Biomarker.

So wie unter günstigen Bedingungen das Skelett eines Lebewesens fossil überliefert wird, so wird auch das Molekülskelett als Chemofossil überliefert. Aber erst gut dreißig Jahre nach Treibs' Vorarbeiten entwickelten Forscher wie Guy Ourisson, Geoffrey Eglinton oder Melvin Calvin dieses Gebiet systematisch, indem sie die neuen Analysenmethoden Säulen- und Gaschromatographie sowie Massenspektrometrie heranzogen.2

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