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Für Textilien

Silicium statt Fluor

Nachrichten aus der Chemie, Juni 2024, Seite 50, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Fasern werden wasserabweisend, indem sie im Plasma mit Siloxanen umhüllt werden. Dies soll besser imprägnieren als fluorhaltige Chemikalien.

Ein Plasmaverfahren soll wasserabweisende Textilfasern erzeugen und dabei ohne per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) auskommen. Analysen zufolge weisen die PFAS-freien Fasern Wasser stärker ab und trocknen schneller als die aus herkömmlicher Produktion.

Dirk Hegemann von der Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa in St. Gallen setzt hochvernetzte Siloxane ein, die silikonähnliche Schichten erzeugen (Foto). Er sagt, diese seien unbedenklich für Umwelt oder Gesundheit. Um die Fasern zu beschichten, werden die Siloxane in einem Plasma zerstäubt und aktiviert. So behalten sie ihre Funktion und umschließen die Textilfasern mit einer 30 Nanometer feinen wasserabweisenden Hülle. Derart beschichtete Fäden lassen sich zu wasserabweisenden Textilien verarbeiten, etwa zu Kleidungsstücken oder Polsterstoffen. Es sei Hegemann zufolge gelungen, elastische Fasern dauerhaft zu imprägnieren, was zuvor nicht möglich war.

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