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Meinungsbeitrag

Schöne neue Kunststoffwelt

Nachrichten aus der Chemie, März 2019, Seite 3, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Kunststoffe stehen unter Druck, und das doppelt. Perspektivisch sollen nicht nur die eingesetzten Energieträger, sondern auch die Chemierohstoffe und Folgeprodukte klimaneutral werden. Und Plastik in den Weltmeeren – aber auch im Boden und in Lebensmitteln – hat sich binnen weniger Jahre als globales Umweltproblem erwiesen. Die neue EU-Plastik-Richtlinie ist ein erster, wiewohl nicht ausreichender Schritt. Die Suche nach Ersatzstoffen gestaltet sich schwierig. Denn Kunststoffe sind ja hervorragende Werkstoffe und helfen dabei, Energie zu sparen, etwa bei der Hausdämmung oder als Leichtmaterialien in Autos.

In Chemiekreisen wurde unlängst der Begriff „Defossilisierung“ geprägt, um hervorzuheben, dass Kohlenstoffverbindungen potenziell klimaneutral herstellbar sind. Man will so möglichen Angriffen auf die Kohlenstoffchemie durch eine missverstandene Decarbonisierungsstrategie zuvorkommen. Der Gegenbegriff Defossilisierung ist jedoch wenig geeignet und allenfalls im Deutschen verständlich; Decarbonisierung ist der seit langem eingeführte internationale Expertenbegriff. Mehr noch: Mit ihm ist kein Angriff auf Kohlenstoffverbindungen verbunden. Dies sieht man schon daran, dass

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