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Rühren ist nun doch wichtig
Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt
Rühren oder nicht rühren – diese Frage hat sich vermutlich kaum jemand im Syntheselabor gestellt. Bis zu einer Publikation chinesischer Forschender aus Nanjing. Diese sparten sich das Rühren bei 329 organischen Reaktionen von 25 Reaktionstypen und erhielten immer die gleiche Ausbeute.1)
Sie werben für diese Praxis in ihrem Paper: „Man kann sich leicht vorstellen, wie viel Strom eingespart werden könnte, wenn die meisten Chemiker beim Durchführen ihrer Reaktionen auf das Einschalten des Rührwerks verzichten würden!“
Nun widersprechen Forschende der Universität Amsterdam um den Chemieingenieur Timothy Noël. Der Zeitschrift Chemistryworld sagte er: „Bei kleinem Maßstab, homogenen und langsamen Reaktionen kann das stimmen.“ In einem eigenen Preprint-Artikel legen sie dar, was aus schlechtem Durchmischen folgt: Es entstehen Konzentrationsgradienten und besonders beim Hochskalieren auch Temperaturgradienten. Dadurch unterscheiden sich lokal die Bedingungen im Kolben, und Selektivität und Ausbeute leiden.2) LB
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