Das Netzwerk Transbib soll die industrielle Bioökonomie in Deutschland beschleunigen. Wie es Unternehmen und Forschende unterstützt, etwa dabei, Weizenkleie bioökonomisch zu verwerten, verraten Transbib-Koordinator Romann Glowacki und Wissenschaftler Luis Alberto González Díaz.
Romann Glowacki, wie definieren Sie Bioökonomie, welche Projekte zählen dazu?
RG Bioökonomie ist eine Wirtschaftsform, die auf erneuerbaren Kohlenstoff ausgerichtet ist. Dazu zählen wir alle Prozesse und Verfahren, die biologische Ressourcen nutzen, also Biomasse vom Feld, aus Forst oder Meer, oder solche, die auf biologischen Prinzipien beruhen wie Metabolismen oder anderen Stoffumwandlungen. Und das in unterschiedlichen Themenfeldern, von Holzwirtschaft, Agrar- und Forstwissenschaft über Chemieindustrie und Biotechnologie bis hin zu Ernährung und Nährstoffrecycling.