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Rezension

Chirale Welten. Zur Wissenschaftssoziologie des disziplinären Wandels der Chemie. Buch von Sandra Lang.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Chemie als Gegenstand der Wissenschaftsforschung

Chirale Welten. Zur Wissenschaftssoziologie des disziplinären Wandels der Chemie. Von Sandra Lang. Transcript, Bielefeld 2021. 273 Seiten, brosch. 45 Euro. ISBN 978–3–8376–5794–4

Der Blick von außen auf die eigene Disziplin – hier die gesamte Chemie – kann ungemein erhellend sein. Die Sozialwissenschaftlerin Sandra Lang analysiert dazu in Chirale Welten die „Wanderung der molekularen Eigenschaft der Chiralität von der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart“.

Gleiche Moleküle, die sich nur durch ihre Spiegelbild-Asymmetrie unterscheiden, dienen hier als Probierstein für die transformative Phase einer Wissenschaft, die heute oft als unwandelbar wahrgenommen wird. Lang verblüfft mit Beobachtungen wie der um das Jahr 2000 so gut wie „besiegelten Auflösung der Chemie“. Sie geht der Frage nach, warum die Chemie seit Jahrzehnten die Deutungsmacht über die molekulare Welt eingebüßt hat und an wen sie verloren gegangen ist. Sie diskutiert, ob es genuin chemische Gesetzmäßigkeiten gibt, die unabhängig von physikalischen Größen

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