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Plasmagestützte Immobilisierung von Enzymen

Nachrichten aus der Chemie, Dezember 2011, S. 1147-1149, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Plasmamodifikation und Enzym immobilisierung zu kombinieren, hört sich im ersten Moment ungewöhnlich an, abwegig ist es jedoch nicht. Beide Verfahren sind — getrennt von einander — seit geraumer Zeit etabliert. Plasmen funktionalisieren Oberflächen rückstandsfrei, schnell und umweltfreundlich; speziell die Werkstoffindustrie wendet sie an, z. B. als Haftvermittler. Die im Plasmaprozess verwendeten Additive bestimmen neben der Prozessführung die späteren Eigenschaften des Materials1 — von direkter Integration der Teilchen in die Oberfläche bis zur Beschichtung (Abbildung 1).

Enzymatische Verfahren sind auf Grund ihrer oft sehr hohen Substrat-, Stereo- und Regioselektivitäten Alternativen zu klassischen, chemischen Synthesen. Dennoch nutzt die Industrie sie in nur vergleichsweise wenigen Prozessen, beispielsweise bei der Herstellung enantiomerenreiner Wirkstoffe für die Pharmazie.2 Einer der Hauptgründe dürfte die geringe Stabilität einiger Enzyme sein. Um diesen Nachteil zu beseitigen, wird unter anderem versucht, diese Biokatalysatoren auf festen Trägern zu immobilisieren. Derart gebundene Enzyme sind mehrfach einsetzbar, oder sie ermöglichen eine

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