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Nicht ohne meinen Erlenmeyer

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Zum Internationalen Jahr des Glases riefen wir unsere Leserinnen und Leser auf: Schicken Sie uns Fotos und kurze Beschreibungen Ihrer liebsten, kuriosesten, nützlichsten, denkwürdigsten, … Glasgeräte. Voilà – hier sind sie.

Wirdanken allen Leser:innen, die uns einen Einblick gewährt haben! Viel Spaß!

Elmar Hartl, ehemaliger Chemielehrer, Hobby-Archäologe und Mitglied des AK Archäometrie schreibt: „Als Bewohner des Bayerischen Waldes hat man natürlich einen besonderen Bezug zum Glas. Leider kam ich erst vor etwa fünf Jahren auf die Idee, mir Glasscherben mit der UV-Lampe anzuschauen. Seitdem lese ich – falls ich dazu komme, über einen Acker zu laufen – nicht nur Keramik-, sondern auch Glasscherben auf. Die Glasscherben, die Sie sich in den beiden Anhängen anschauen können, fotografierte ich bei Normallicht und bei kurzwelliger UV-Beleuchtung. Zum Glas gehören auch die Scherben. Sie können Glück bringen!“
Ulrich Behrendt sandte uns ein Bild einer Probenahmeeinheit aus Glas an einem Bioreaktor und schreibt dazu: „… entwickelt um 1972/74 in der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung mbH (GBF, heute Helmholtzzentrum für Infektionsforschung, HZI in Braunschweig Stöckheim, aufgenommen 1976), hergestellt („geblasen“) vom damaligen Glasbläser der GBF, Herrn Kott. Aus den damaligen Bioreaktoren (hier abgebildet 10-Liter-Reaktoren der Fa. Giovanola) konnten unter sterilen Bedingungen bei laufender Kultivierung nur schwer Proben gezogen werden. Daher wurde der Probenauslass mit Druckluft, die durch (Watte-)Filter oder Tiefenfilter gereinigt („sterilisiert“) wurde, überlagert. Für kleinere (Glas-)Bioreaktoren gab es damals keine geeigneten Probenahmeventile. Bei größeren Bioreaktoren gab es Probenahmeventile, die mit Dampf sterilisiert und gespült werden konnten. Heute schmunzeln wir über diese technische Lösung.“
Und nun zu Knut … Leser Bastian Weinert erzählte uns die Geschichte: „Knut ist eine Gedankenstütze für mich, immer wieder achtsam im Labor zu sein. Er war mein erster kleinerer Unfall im Labor. Knut wurde mit Molsieb gefüllt, am Vakuumteil der Schlenklinie angeschlossen und über Nacht mit einem Heizpilz erwärmt. Dessen Hitze führte zum Erweichen, Verformen und schließlich Reißen des Glases. Die Wärmeabgabe des Heizpilzes hatte ich vollkommen unterschätzt. Die angeschlossene Drehschieberpumpe hatte die ganze Nacht ordentlich zu tun, lief heiß und musste repariert werden. Die Lehre für mich war: Denke nach, bevor du etwas tust, und sei kreativ bei der Fehlerbeurteilung. Danke, Knut!“
Ralph Kusche sandte uns „zwei Bilder von einem Stickstoffkolben, den ich aus einem Laborpraktikum aufgehoben habe. Damals sollte ich Molsieb trocknen nach der Anweisung: Heizpilz, Vakuum, gib ihm!“
Nachrichten-Autor Erik Strub schickte „ein Bild von Glasgeräten, die bei uns historisch zur Mikrofiltration in der Radioanalytik eingesetzt wurden. Legofiguren zum Größenvergleich!“
Nachrichten-Autor Constantin Hoch fand in seinem Bilderfundus ebenfalls ein „hübsches, kleines Glasgerät.“ Es stammt „aus einer alten Schublade am MPI für Festkörperforschung (Stuttgart). Das Emblem (Schott, Duran, 100 ml, West Germany) lässt nur eine ganz grobe Datierung zu: vor der Wende. Der Zweihals-100mL-Kolben wurde um eine winzige Fritte mit Druckausgleich erweitert, die in einen wirklich sehr kleinen Herz-Kolben (rechts unten) führt, versehen mit einer wirklich wirklich wahnsinnig kleinen Schliffkappe (gesichert durch einen Kupferdraht). Die Beule, die links im Kolben ist und dem kleineren Normschliff gegenüberliegt, ist denkwürdig: Vielleicht wurde durch den kleinen Schliff mit einem Glasstab in dieser Beule ein Feststoff fein verrieben, mit einer Flüssigkeit im Kolben umgesetzt und dann durch Drehen des Kolbens über die Fritte von restlichem Feststoff befreit. Und das Ganze unter Schutzgas, das über den großen Normschliff angeschlossen wurde. Vielleicht. Man konnte das nie rekonstruieren, und mich hat im Laufe meiner umfangreichen komplexen präparativen Arbeiten auch noch nie der Gedanke überfallen, dass ich JETZT genau so ein Gerät bräuchte. Insbesondere der winzige Schliff-Herzkolben ist außerordentlich rätselhaft. Der Glasbläser wird sich auf alle Fälle gewundert haben …“
Ein ungewöhnliches zweites Leben bescherte Kurt Schreiner seinem Lieblingsglasgerät: „Bis etwa in die 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts gehörte der Kipp‘sche Apparat in jedes Labor. Beim Umzug des alten Chemie-Instituts in Marburg in der Bahnhofstraße im Jahr 1971 auf den heutigen Standort Lahnberge landete der hier abgebildete Kipp auf dem großen Abfallhaufen. Ich dachte damals: Viel zu schade, vernichtet zu werden – aus optischen und auch aus historischen Gründen! Damit könnten noch die Professoren Meerwein und Dimroth gearbeitet haben. Ergänzt habe ich die Apparatur durch vier Kerzenleuchter, die der damalige Instituts-Glasbläser Gerhard Bösherz anfertigte. Jetzt dient dieses Arrangement als Beleuchtung auf einer festlich gedeckten Tafel.“
Dass Glasgeräte für die Laborchemie eine ganz besondere Ästhetik entfalten, bemerkten wir zusammen mit unserem ehemaligen Kuratoriumsmitglied Gisela Liebich, die uns „ohne [unsere] nette Aufforderung zu Fotos von Glas zu kennen, ein schönes Foto mit Glaswaren“ aus ihrem Laboratorium schickte. Einfach, weil es so hübsch ist.
Das Lieblingsglasgerät von Herbert Lepper. Es ist nämlich, wie er schreibt, „der Schlüssel zur organischen Chemie! Dieses Glasgerät hat im Jahr 1831 Justus von Liebig erfunden, es wird als Fünfkugelapparat oder auch Kaliapparat bezeichnet [diese Nachr., S. 12]. Es gehört zu einer Apparatur für die Elementaranalyse organischer Substanzen. Mit Hilfe dieses Gerätes machte Liebig die Elementaranalyse organischer Stoffe schneller, genauer und einfacher. So brauchte man zuvor Wochen, manchmal Monate oder sogar Jahre für die Analyse einer organischen Substanz. Dank Liebigs Erfindung konnte man etwa 400 Analysen in drei Monaten machen. Dies führte zu immer neuen Erkenntnissen über den Aufbau organischer Stoffe und begründete schließlich die organische Chemie.“
Die alte Chemikerweisheit – heißes Glas sieht genauso aus wie kaltes – bestätigte uns Marc Bietz: „Auf dem Bild wirken die Tropfen eher kühl, aber zum Zeitpunkt der Aufnahme war es alles andere als das!“
Sarah Straßmann schickte uns mit dem Gerätefoto zugleich ein Rätsel: „Dieses ist mein absolutes Lieblingsglasgerät. Ich nenne es das Eichhörnchenglas (wegen der Form) und habe keine Ahnung, zu welchem Zweck es genutzt wurde. Als der Arbeitskreis der molekularen Lebensmitteltechnologie (Prof. Schieber) in Bonn von einem sehr alten Gebäude in einen Neubau umgezogen ist, haben wir alle alten Schränke ausmisten müssen. Hierbei ist mir dieses Glasgerät in die Hände gefallen und niemand konnte mir etwas dazu sagen. Vielleicht kann dieses Rätsel nun endlich gelöst werden?“ Also: Wer schreibt an nachrichten@gdch.de und verrät uns, wozu dieses Gerät genutzt wurde?
Das Foto des Glasgeräts, das uns Hans Reißig geschickt hat, ist eine Reminiszenz an Rolf Huisgen: „Mein Lieblingsglasgerät ist das „Huisgen-Kölbchen“, das mich immer an meinen Doktorvater erinnern wird. Dieser Name wurde im Münchner Laboratorium für die in sehr großer Zahl vorhandenen Mikrokolben verwendet, mit denen bis in die frühen 1970er Jahre sehr kleine Mengen fraktioniert destilliert wurden. Vermutlich habe ich nur einmal mit einem „Huisgen-Kölbchen“ gearbeitet, denn ab etwa 1970 kamen die chromatographischen Methoden auf, die der Chef aber wegen des hohen Lösungsmittelverbrauchs kritisch sah.“

INFO: Glasgeräte und ihre Namensgeber von A bis W

Der Aufschwung der industriellen Glasproduktion von Ende des 18. bis Anfang des 20. Jahrhunderts lieferte Impulse für die Herstellung von Glasgeräten für das chemische Laboratorium. In dieser Zeit entwickelten prominente Chemiker neue Arbeitsmittel aus chemisch und thermisch widerstandsfähigem Glas, die unter dem Namen des Erfinders weltbekannt wurden. Wladimir Reschetilowski stellt zum Internationalen Jahr des Glases 2022 eine Auswahl vor.

Mit einer Andreasen-Pipette wird die Partikelgrößenverteilung von Feststoffteilchen von etwa 100 bis 1 µm bestimmt, und zwar über die Fallgeschwindigkeit der Partikel in einer Flüssigkeit wie entionisiertem Wasser oder Ethylenglykol in der Pipette. Sie ist nach dem Erfinder, dem dänischen Chemiker und Ingenieur Alfred Andreasen (1896 – 1978) benannt. Die in der Verfahrenstechnik und Pharmaindustrie auch heute noch verwendete Sedimentationsanalyse beschrieb er erstmals 1928 in seiner Dissertation „Zur Kenntnis des Mahlgutes: Theoretische und experimentelle Untersuchungen über die Verteilung der Stoffmenge auf die verschiedenen Korngrößen in zerkleinerten Produkten“.

Der Anschütz-Thiele-Vorstoß erlaubt, bei einer Vakuumdestillation im Labormaßstab beliebig viele Fraktionen des Destillats zu entnehmen, ohne das Evakuieren während der Destillation unterbrechen zu müssen. Hähne verbinden Destillationskolben und Apparatur separat mit der Absaugleitung. Die Organiker Richard Anschütz (1852 – 1937) und Johannes Thiele (1865–1918) beschrieben Ende des 19. Jahrhunderts die Bauart des Vorstoßes und seine Funktion. Die beiden Namensgeber entwickelten weitere Laborglasgeräte, etwa den Zweihalsaufsatz nach Anschütz oder die Apparatur zur Schmelzpunktbestimmung nach Thiele.

Die Hempel-Bürette ist eine Messanordnung aus Gasbürette, Ausgleichsgefäß und Absorptionsgefäß, die in der nasschemischen Gasanalytik zur quantitativen Untersuchung von Gasgemischen dient und vom technischen Chemiker Walther Hempel (1851 – 1916) entwickelt wurde [diese Nachr., S. 25]. Nach ihm sind außerdem die Hempel-Pipette und der Hempel-Ofen benannt.

Der Claisen-Kolben ist ein bei Vakuumdestillationen verwendbarer Langhals-Rundkolben mit angeschmolzenem U-förmigem Aufsatz für eine Siedekapillare aus Glas, die Siedeverzug verhindert, ein Thermometer und einen Kühler. Der Rundkolben wurde nach dem organisch-chemisch arbeitenden Chemiker Ludwig Claisen (1851 – 1930) benannt, der 1893 die von ihm entwickelte Destillierbrücke speziell zur Destillation organischer Verbindungen einsetzte. Heute verwendet man Rund- oder Spitzkolben mit Schliff und dem Claisen-Aufsatz. Auch einige chemische Reaktionen tragen seinen Namen, darunter die Claisen-Kondensation oder die Claisen-Umlagerung.

Das Dewargefäß, ein doppelwandiger, verspiegelter, evakuierter Behälter aus Glas oder rostfreiem Stahl, hält darin aufbewahrte Flüssigkeiten bei niedrigen oder hohen Temperaturen. Benannt ist es nach dem schottischen Physiker Sir James Dewar (1842 – 1923), der Vakuumgefäße bereits im Jahr 1874 benutzte und 1893 verspiegelte Glasgefäße als Transportgefäße für verflüssigte Gase vorstellte. Die ursprünglichen Dewargefäße waren doppelwandige, mit Silber verspiegelte Glasbehälter mit evakuierten Zwischenräumen.

Der Dimrothkühler besteht aus einem mit dem Mantelrohr versehenen Einhängekühler (Kühlspirale). Der Name geht auf seinen Erfinder, den Chemiker Otto Dimroth (1872 – 1940) zurück und entstammt seinen Experimentalerfahrungen in Hochschule und Industrie. Alle von ihm entdeckten organisch-chemischen Reaktionen (zum Beispiel die Dimroth-Umlagerung) untersuchte er physikalisch-chemisch auf das Gleichgewicht tautomerer Stoffe bezogen auf die Löslichkeit in einem bestimmten Lösungsmittel (Dimroth-van‘t Hoffsche Konstante).

Der Erlenmeyerkolben, ein kegelförmiger oder bauchiger Laborglaskolben mit einem flachen Boden, hat einen nach oben hin enger werdenden Hals. Dadurch eignet er sich im Gegensatz zum Becherglas zum Erhitzen von Flüssigkeiten, ohne dass beim Schwenken oder Schütteln Flüssigkeit herausspritzt (daher auch Schüttelkolben genannt). Der Kolben trägt den Namen des Chemikers Emil Erlenmeyer (1825 – 1909), der ihn im Jahr 1861 entwickelte. Er erfand auch das Asbestnetz und formulierte die Erlenmeyer-Regel.

Ein Kipp‘scher Apparat besteht aus übereinander angeordneten Glasballons, zu denen ein Reaktorkolben mit Reservoir, ein Kugeltrichter mit langem Rohr und eine Glasfalle zum Auffangen von Säuredämpfen gehören. Er diente in Laboratorien zum Herstellen gängiger Gase und später für chemische Demonstrationen im Schulunterricht. Der Apparat ist nach dem niederländischen Apotheker und Chemiker Petrus Jacobus Kipp (1808 – 1864) benannt, der ihn 1844 beschrieben und erstmals verwendet hat, um Wasserstoff zu erzeugen. Hersteller des Prototyps von Kipps Apparat war der Glasbläser Heinrich Geißler (1814 – 1879), Erfinder der geißlerschen Röhre, heute bekannt als Leuchtstofflampe.

Kjeldahl-Kolben sind birnenförmige Rundglaskolben aus schwer schmelzbarem Glas mit langem Hals oder Normalschliff. Er wurde nach dem dänischen Chemiker Johan Kjeldahl (1849 – 1900) benannt, der ihn für nasschemische Aufschlüsse entwickelte. Eine Anwendung war die ebenfalls nach ihm benannte quantitative Methode zur Stickstoffbestimmung. Der Kjeldahl-Kolben dient auch als Destillationsempfänger bei organischen Synthesen und für analytische Zwecke.

Der Liebigkühler wird besonders häufig in der Laboratoriumspraxis verwendet, und zwar als Produktkühler bei Destillationen von Flüssigkeiten auch unter vermindertem Druck. Obgleich der Kühler den Namen Justus Liebigs (1803 – 1873) trägt, der ihn populär machte, hatte Christian Weigel (1748 – 1831) den Kühler bereits im Jahr 1771 in seiner Dissertation „Observationes chemical et mineralogical“ erstmals beschrieben.

Petrischalen, flache, runde, durchsichtige Schalen mit glattem Rand und übergreifendem Deckel, dienen in der Mikrobiologie zum Züchten von Bakterien und Pilzen. Im Jahr 1887 erfand sie der Bakteriologe Julius Richard Petri (1852 – 1921) während seiner Arbeit bei Robert Koch (1843 – 1910). Petri verbesserte zahlreiche Arbeitsverfahren und Gerätschaften für den medizinischen Gebrauch, darunter einen Sandfilter und noch heute gebräuchliche Versandgefäße für Stuhl- und Urinproben.

Schlenk-Kolben oder -rohr ist ein Rundboden-, Birnen- oder Röhrenkolben mit einem Schliff und einem Seitenarm mit einem Absperrhahn, der verhindert, dass Luft hineingerät. Dadurch lassen sich Substanzen unter Ausschluss von Luftsauerstoff und Luftfeuchtigkeit verarbeiten (Schlenktechnik). Das Reaktionsgefäß trägt den Namen seines Erfinders und eines der Begründer der metallorganischen Chemie, Wilhelm Johann Schlenk (1879 – 1943). Nach ihm benannt ist auch die Schlenk-Fritte zum Filtrieren von Suspensionen unter Schutzgasbedingungen sowie das Schlenk-Gleichgewicht von Grignard-Verbindungen.

Der Soxhlet-Aufsatz ist der zentrale Bestandteil des Soxhlet-Extraktors für Festflüssigextraktion unter Rückfluss. Der Extraktor nutzt das Ablaufsiphon-Prinzip, um den Extrakt laufend abzuziehen und das Extraktionsgut immer wieder mit erneut verdampftem und kondensiertem Lösungsmittel auszulaugen. Dieser Apparat ist nach dem Agrikulturchemiker Franz von Soxhlet (1848 – 1926) benannt, der damit 1879 erstmals den Fettgehalt getrockneter Lebensmittel bestimmte. Allerdings wird die Konstruktion des bedeutendsten Teils des Gerätes, des Siphons, einem seiner Mitarbeiter zugeschrieben, dem Laborglasbläser J. Szombathy.

Eine Woulfe‘sche Flasche, eine starkwandige, dreihalsige Glasflasche mit drei aufgesetzten Ventilen, dient als Gasentwicklungsflasche, Absorptionsgefäß oder Vorschaltflasche bei Vakuumapparaturen. Die ersten Flaschen zum Waschen von Gasen beschrieb der irische Chemiker und Mineraloge Peter Woulfe (1727 – 1803) im Jahr 1767. Den Woulfe‘schen Apparat verbesserte später der französische Chemiker Jean Joseph Welter (1763 – 1852) durch ein Sicherheitsrohr.

Der Wurtz-Kolben, ein langhalsiger Rundkolben mit einem seitlichen Glasauslauf, auf den ein Liebigkühler gesetzt werden kann, ist nach dem französischen Arzt und Chemiker Charles Adolphe Wurtz (1817 – 1884) benannt. Er stand bei der Entwicklung des Destillierkolbens in allen seinen Variationen Pate. Seinen Namen tragen auch die Wurtz-Reaktion oder die Wurtz-Fittig-Synthese von Kohlenwasserstoffen.

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