Gesellschaft Deutscher Chemiker

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Naturgefahren und Infrastruktur

Nachrichten aus der Chemie, April 2011, S. 447-448, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Ein kleiner unaussprechlicher Vulkan auf Island hat uns vor Augen geführt, wie abhängig wir von einer funktionierenden Infrastruktur sind. Die Sorge um die Infrastruktur steht deshalb in Industriekreisen bei der Diskussion um Chancen und Risiken des Klimawandels im Vordergrund.1 Ein Risikomanager ermittelt und bewertet die Abhängigkeiten seines Unternehmens von solchen oder ähnlichen Störfaktoren. Sein Vorgehen muss sich dabei der Notwendigkeit angepasst steigern: von der einzelnen Produktionsanlage über das Werk zum Standort wie einem Chemiepark2 bis hin zum vernetzten Verbund weltweiter Zulieferer- und Abnehmerketten.

Das Risiko berechnen

Risiken aus Naturgefahren für einen Standort ermittelt das Versicherungsunternehmen Köln Assekuranz für jeden Punkt der Erde. Eine Datenbank aus Wetterstationen, digitalen Höhenmodellen, Erdbebenkatalogen und Schadenerfahrungen ergeben die Grundlage für ein Programm.3 Es analysiert Einzelrisiken wie Hagel oder Tsunamis (siehe Tabelle). Das “relative Risiko” bedeutet dabei den prozentualen Anteil am Wert der Anlage oder der Ware, den das Unternehmen im langjährigen statistischen Mittel pro Ja

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