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Nachruf auf Werner Tochtermann (1934–2021)

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Am 7. August 2021 starb Werner Tochtermann. Er prägte über mehrere Jahrzehnte die organische Chemie an der Universität Kiel.

Werner Tochtermann wurde am 30. Mai 1934 in Pforzheim geboren. Er kam aus einfachen Verhältnissen und musste ab 1953 sein Studium unter großen Entbehrungen durch Nebenjobs selbst finanzieren, erst in Münster, dann in Heidelberg. Dass er als Hilfskraft bei der BASF arbeitete und keines der anderen Jobangebote annahm, zeigte schon damals seine kompromisslose Affinität zur Chemie.

Im Jahr 1958 absolvierte er das Diplom und promovierte anschließend unter der Leitung Georg Wittigs in organischer Chemie. Seine eigenständige Forschung begann er im Jahr 1962 auf dem Gebiet der siebengliedrigen Ringsysteme. Drei Jahre später wurde er Privatdozent und später apl. Professor an der Universität Heidelberg. Von seinem Mentor Georg Wittig wurde er stets gefördert. Von ihm hat Tochtermann auch einige seiner hervorstechenden Tugenden geerbt: Fleiß, Ehrgeiz, Zielstrebigkeit, Gewissenhaftigkeit, Zuverlässigkeit, Sparsamkeit und Bescheidenheit.

Im Jahr 1972 folgte Werner Tochterm

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