Gesellschaft Deutscher Chemiker

Meldung

Nachruf auf Dieter Enders (1946 ‐ 2019)

Nachrichten aus der Chemie, Juli 2020, Seite 91, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Am 29. Juni 2019 starb der Aachener Professor Dieter Enders im Alter von 73 Jahren. Er wurde in Butzbach geboren und studierte Chemie an der Universität Gießen. Wie sein Doktorvater Dieter Seebach wechselte er nach seiner Promotion im Jahr 1975 für ein Postdoktorat in die Arbeitsgruppe von Elias J. Corey an die Universität Harvard. In dieser Zeit entwickelten sich enge Freundschaften zu Kyriacos C. Nicolaou, Masakatsu Shibasaki und Hans-Joachim Gais, die ein Leben lang bestanden.

Im Jahr 1979 habilitierte sich Enders an der Universität Gießen. Im Folgejahr nahm er einen Ruf an die Universität Bonn an. Ab 1985 war Enders Professor und Direktor des Instituts für Organische Chemie der RWTH Aachen.

Der Beginn seiner selbstständigen wissenschaftlichen Arbeiten fiel in die goldene Zeit der enantioselektiven Synthese. Enders gilt durch die Entwicklung der Samp/Ramp-Auxiliare und Arbeiten zur asymmetrischen Carbenkatalyse als einer ihrer Wegbereiter. Seine Arbeitsgruppe nutzte diese Methoden, um etwa Riechstoffe, Alkaloide, Polyketide und Sphingolipide herzustellen. Gerne zeigte Enders seinen Besuchern ein großes Glas mit Borkenkäfern, die durch ein mit seiner Methode synthe

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