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Mehr Biomasse statt Erdöl
Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt
In Deutschland waren im Mai 2026 ein Drittel der Chemiebetriebe und ein Viertel der Unternehmen aus der Kunststoff- und Kautschukbranche Engpässen bei der Versorgung mit Rohstoffen und Vorprodukten ausgesetzt.1) Zurückzuführen war dies auf die Sperrung der Straße von Hormus, die der Iran Ende Februar wegen großangelegter Luftangriffe durch die USA und Israel verhängt hatte. Die Schließung der Meerenge, durch die normalerweise 20 % des weltweit geförderten Erdöls und viele daraus hergestellte Folgeprodukte transportiert werden, führte zu Lieferverzögerungen und einem eingeschränkten Angebot dieser Waren auf dem Weltmarkt. Da es in der EU kaum Erdöl- oder Erdgasvorkommen gibt, müssen Unternehmen in Europa ihren Bedarf an diesen Rohstoffen zu mehr als 95 % durch Importe decken. Geopolitische Entwicklungen und lange Transportwege bergen allerdings Versorgungsrisiken. Die industrielle Rohstoffbasis durch Integration
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