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Lärm ums Fracken

Nachrichten aus der Chemie, Januar 2016, S. 28-30, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

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Es geht um 0,7 bis 2,3 Billionen Kubikmeter. So viel Erdgas lässt sich nach Schätzungen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) aus bisher schwer zugänglichen Lagerstätten in dichtem Tongestein gewinnen – und zwar mit Hydraulic Fracturing, kurz Fracking. „Diese Menge liegt deutlich über Deutschlands konventionellen Erdgasressourcen mit 0,15 Billionen Kubikmetern“, schreibt die BGR.1) Unkonventionelles Erdgas, wie sich die Vorräte in Schiefergestein und Kohleflözen nennen, liegt in lohnenswerten Mengen vor allem im niedersächsischen Becken bei Hannover, im Oberrheingraben bei Karlsruhe, bei den Inseln Hiddensee, Rügen und Usedom sowie vermutlich in Süddeutschland zwischen Stuttgart und München.

Konventionelle Erdgasbohrungen können diese Vorräte nicht erschließen. Fracking, bei dem große Mengen Wasser in den Untergrund gepumpt werden, muss zunächst das Gestein aufknacken. Die Frac-Flüssigkeit enthält Wasser, Sand – der die Risse im Gestein offenhält – und Chemikalien, damit das entweichende Gas an die Oberfläche gelangt [Nachr. Chem. 2014, 62, 774].

Das Verfahren nutzten Erdgaskonzerne seit den 1960er Jahren in Deutschla

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