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Karrierekolumne: Wie man es dreht und wendet

Nachrichten aus der Chemie, Juni 2019, Seite 23, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

In einem Bewerberseminar schlage ich einen Perspektivwechsel vor: Die Teilnehmenden sollen sich die Bewerbungsunterlagen nicht einfach nur anschauen und kommentieren, sondern zunächst arbeiten wie Personaler – unter Zeitdruck: Sie haben pro Bewerbung genau drei Minuten Zeit und sollen dann einen Fragebogen über die Bewerber beantworten. Nach fünf dieser dreiminütigen Kurzanalysen zeigen die Gesichter deutliche Ermüdungserscheinungen. Einer stöhnt: „Man kann immer schnell einen Haken machen bei „Stark in der Wissenschaft“, doch wenn man mehr wissen will, muss man lange suchen.“

Gemeinsam analysieren wir die Bewerbungsunterlagen und finden immer wieder die gleichen Muster. Etwa bei einer Teilnehmerin, die sich auf eine Position in der Wissenschaftskommunikation bewirbt. „Sie haben als Zweitstudium einen Master of Journalism absolviert. Wo steht das?“, frage ich sie. „Mein Lebenslauf soll ja in umgekehrter chronologischer Reihenfolge stehen. Und den Master habe ich vor vier Jahren abgeschlossen.“ Er steht daher in der unteren Hälfte der ersten Seite. „Wenn Sie etwas verstecken möchten, wo würden Sie das tun?“, frage ich sie. Sie muss schmunzeln und deutet auf genau diese Stel

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