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Meinungsbeitrag

Karrierekolumne: Was den ersten vom zweiten Schritt unterscheidet

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

„Jana hat echt Mumm“, höre ich Bartosz in der Kaffeepause eines Karriereseminars erzählen. Neugierig schließe ich mich dem Gespräch an. „Sie hat vor zwei Jahren in unserer Arbeitsgruppe promoviert und gleich eine Stelle in der Industrie bekommen. Jetzt hat sie hingeschmissen – ohne eine neue Stelle zu haben.“ „Ist die mutig!“ „Oder dumm?“ „Wow“, raunt es durch die Gruppe.

Nach der Pause nutze ich den Fall für einen spontanen Exkurs: „Ist Jana dumm oder mutig?“, frage ich in die Runde. „Raffael aus unserer Gruppe könnte seine Bude mit seinen Angewandten-Papers tapezieren, und dennoch hat er mehr als ein halbes Jahr gebraucht, um eine Stelle zu finden. Ich stimme für dumm“, konstatiert Hedwig.

Die GDCh-Statistik führt uns jedes Jahr vor Augen, dass selbst hochqualifizierte Chemiker:innen beim Berufseinstieg gute Nerven beweisen müssen. Im Juli berichteten die Blauen Blätter, dass im ersten Jahr nach Abschluss ein Fünftel auf Inlands-Postdocs parkt, zehn Prozent gar arbeitslos sind. Wir sehen seit mehr als einem Jahrzehnt hohe Einschreibungszahlen in Chemiestudiengängen, während der Arbeitsmarkt kaum wächst. Der Wettbewerb kann also hart sein.

„Die Arbeitslosenquo

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