Gesellschaft Deutscher Chemiker

Meldung

Karrierekolumne: Show, don't tell

Nachrichten aus der Chemie, März 2019, Seite 23, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

In einem Seminar über Selbstmarketing frage ich in die Runde: „Neigen Naturwissenschaftler zum Aufschneiden?“ Die Frage ruft völlig unterschiedliche Antworten hervor. Einerseits ist der Homo scientiae häufig introvertiert und versucht, mehr durch die Arbeit an der Laborbank zu glänzen als durch Selbstdarstellung. Dies trifft insbesondere auf jüngere Wissenschaftler zu. Andererseits zeigen Untersuchungen zu der Entwicklung der Persönlichkeitseigenschaften im Verlaufe eines Wissenschaftlerlebens, dass etablierte Forscher zu Dominanzgebaren neigen können. Wie finden wir das richtige Maß? Wie verhindern wir, dass wir uns als Mauerblümchen unter Wert verkaufen oder unser Umfeld durch dominantes Verhalten verprellen?

In meinen Seminaren bewegt sich die Diskussion nach dieser Eröffnungsfrage meist in die Richtung Kompromiss, so auch in diesem Fall: „Dann muss ich eben doch etwas dicker auftragen, oder?“ Das scheint mir nicht die optimale Lösung zu sein, eher der kleinste gemeinsame Nenner zwischen zwei Extremen. Sie treten dennoch als Aufschneider auf, aber nur ein bisschen. „Warum machen Sie es nicht wie in der Wissenschaft?“, frage ich zurück, „Warum lassen Sie nicht die Fakten

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