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Karrierekolumne ‐ Denken Sie nicht 8–8–8

Nachrichten aus der Chemie, Juli 2019, Seite 23, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Berufe familienfreundlich sind“, urteilt Maya, eine Doktorandin. Sie hat in unserem Frauen-und-Karriere-Seminar bereits gesagt, dass sie in den nächsten Jahren eine Familie gründen möchte. Ich beobachte, wie sie gerade für Kinder Platz macht, die noch gar nicht existieren: Mit dickem Stift streicht sie auf ihrem Arbeitsblatt die Optionen „Beratung“, „Hochschulkarriere“ und „Vertrieb“ durch. Doch anstatt sie zu fragen, ob sicher sei, dass sie und ihr Partner überhaupt Kinder bekommen können, werfe ich ein: „Was genau ist ein familienfreundlicher Beruf für Sie?“„Einer, bei dem ich nicht reisen muss, zumindest nicht mehrmals im Monat. Und idealerweise mit flexiblen Arbeitszeiten.“ „Ist Reisen familienunfreundlich?“, erkundige ich mich. „Natürlich!“, platzt eine andere Teilnehmerin heraus, die mich ansieht, als wäre das die lächerlichste Frage seit Jahrzehnten. „Du kannst dann deine Kinder nicht einmal selbst ins Bett bringen“, schiebt Maya nach.

„Vielleicht ist es ja gar nicht so schlecht, wenn Sie nicht jeden Abend die Kinder ins Bett bringen“, entgegne ich. „Ihr Partner hat dann Gutenachtgeschichte und Küsschen für sich alleine. Un

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