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Meinungsbeitrag

Karrierekolumne: Bin ich eine Verliererin?

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Nach einem Workshop sucht eine Teilnehmerin das Gespräch mit mir. „Ich habe das Gefühl, ich bin eine Verliererin“, vertraut sie mir an. Ist das nun übertriebenes Understatement oder das besonders im Hochschulbereich verbreitete Hochstaplersyndrom? Mir jedenfalls erschien sie als die aufgeweckteste Teilnehmerin im ganzen Kurs. „Wie kommen Sie darauf?“, erkundige ich mich. „Nun ja, all meine gleichaltrigen Bekannten haben feste Stellen, bekommen Kredite für einen Hauskauf, während ich in meiner Projektarbeit auf der Stelle trete“, führt sie aus. Sechs Sprachen hat sie sich bereits selbst beigebracht, doch nur Englisch und ihre Muttersprache spricht sie fließend. Sie hat ständig Ideen, doch hat der Tag bekanntlich nur 24 Stunden, weshalb sie unter dem nagenden Gefühl der Überforderung leidet.

„Sie sind keine Verliererin, Sie sind eine Starterin“, kann ich sie beruhigen. Starter sind impulsive, kreative Menschen, die ständig Ideen aushecken, allerdings wenig Interesse am Abschluss einer Sache haben. „Langweilig, nichts Neues“ scheint ihnen ein innerer Quälgeist zuzurufen. Starter sind keineswegs Verlierer, sie benötigen nur das richtige Umfeld, in das sie sich hineinbewegen –

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