Meinungsbeitrag
Heimat ist, wo man oszilliert
Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt
In einer fragmentierten Wissenschaftswelt brauchen wir sie: Orte mit Lagerfeuergefühl. Etwas, das wir Heimat nennen könnten, wenn das Wort nicht so unwissenschaftlich wäre. Also nennen wir es Communities und Subcommunities, denn das klingt internationaler und erfüllt denselben Zweck.
Für den hemdsärmeligen Festkörperchemiker ist es das ebensolche Kolloquium, für die traditionsbewusste Polymerchemikerin die stets wiederkehrende Zusammenkunft in Freiburg. Organiker treffen sich auf dem Bürgenstock, also schon topografisch dort, wo sie sich fachlich verorten: ganz oben.
Auch Wissenschaftsjournalisten haben solche Orte. Und so war ich dieses Jahr zum zwanzigsten Mal auf der Wissenswerte, einem der wichtigsten Dialogforen für Wissenschaftsjournalismus in Deutschland. „Dialogforum“ heißt: Man trifft Leute, mit denen man ohnehin dauernd spricht, und diskutiert Fragen, die auch im nächsten Jahr noch offen sein werden.
Die Konferenz oszilliert zwischen Workshops wie „How to Detect Fraudulent Studies“ und Diskussionsrunden über „Epistemische Autorität im Zeitalter der KI“. Bei erstgenanntem lernt man, wie man fragwürdige Studien erkennt. Beim anderen möchte man klären, o
Überprüfung Ihres Anmeldestatus ...
Wenn Sie ein registrierter Benutzer sind, zeigen wir in Kürze den vollständigen Artikel.