Gesellschaft Deutscher Chemiker

Nachruf

Hans‐Hartwig Otto (1939 – 2026)

Nachrichten aus der Chemie, Oktober 2026, Seite 93, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Hans-Hartwig Otto prägte über Jahrzehnte die Forschung, Lehre und akademische Selbstverwaltung der Pharmazeutischen und Medizinischen Chemie.

Die Pharmazie trauert um Hans-Hartwig Otto, der am 2. April 2026 im Alter von 86 Jahren verstorben ist.

Otto wurde am 22. Mai 1939 in Münster geboren. Er studierte Pharmazie und Chemie an der FU Berlin sowie an der Universität Marburg, wo er 1963 die Pharmazeutische Prüfung ablegte. Danach schloss er sich der Arbeitsgruppe von Horst Böhme in Marburg an, wo er von seinen Weggefährten in Marburg nur „H2O“ genannt wurde – eine Anspielung auf seine Initialen. Nachdem er dort im Jahr 1966 promoviert und 1973 habilitiert hatte, erhielt er zunächst eine Professur für Pharmazeutische Chemie in Marburg. Im Jahr 1978 folgte er einem Ruf an die Universität Freiburg, wo er bis 1996 eine ganze Generation von Pharmazeutinnen und Pharmazeuten ausbildete. Anschließend hatte er bis zum Ende seiner aktiven Laufbahn im Jahr 2004 eine Professur an der Universität Greifswald inne.

Im Zentrum seines wissenschaftlichen Werkes standen die Synthese und Strukturmodifikation von Arzneistoffen, die Heterocyclenchemie, die Synthese, Chemie und ph

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