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Karrierekolumne

Floskeln oder Einladung zum Gespräch?

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

„Lassen Sie uns über Small Talk sprechen.” Die Teilnehmenden des Workshops zum Thema Selbstpräsentation verziehen ihre Gesichter. „Könnten Sie Ihre Mimik in Worte umwandeln?”, frage ich in die Runde. „Tja, Ich bin nicht begeistert, dass ich mich sogar auf wissenschaftlichen Konferenzen mit seichtem Geplätscher beschäftigen muss, das auch noch entscheidend für meinen beruflichen Erfolg zu sein scheint”, beschwert sich Jens. „Sorry, es ist ja Dir selbst überlassen, ob Du bei Floskeln bleibst oder das Gespräch weiter entwickelst“, entgegnet Jenny, „ich liebe die freie Interaktion mit Unbekannten.” Irina hingegen fürchtet, sie erzähle immerzu nur Unsinn.

Wir können hier mit einigen Vorurteilen aufräumen. Erstens: Nicht alles, was eine Wissenschaftlerin sagt, muss superschlau sein. Ein „Was bringt Sie zu dieser Konferenz?” bedeutet ja nichts anderes als: „Gerne können wir uns unterhalten, müssen aber nicht.” Betrachten Sie Ihre Bemühungen um einen Gesprächsbeginn als Service für diejenigen, die sich das nicht trauen. Zweitens: Das überproportionale Gewicht des Netzwerkens in unserem Berufsleben untergräbt weder die Meritokratie noch entwertet es die langen Jahre des Studiums. I

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