Gesellschaft Deutscher Chemiker

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Entdecken zwischen Wahrscheinlichkeit und Intuition

Nachrichten aus der Chemie, Juni 2026, S. 28-29, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Penicillin, Röntgenstrahlung, Teflon – wissenschaftliche Zufallsfunde, die das Leben der Menschen veränderten. Derartige Durchbrüche erfordern Glück, Neugier, Erfahrung und den richtigen Instinkt. Kann künstliche Intelligenz solche unerwarteten Entdeckungen vorhersehen?

Irving Langmuir definierte Serendipität als die Kunst, von unerwarteten Vorkommnissen zu profitieren.1) In der Chemie geht es dabei um das zufällige und unerwartete Entdecken neuer Verbindungen, Reaktionen oder Phänomene, die sich nicht durch Planen oder Hypothesen vorhersehen lassen. Künstliche Intelligenz (KI) unterstützt die chemische Forschung, indem sie Synthesen automatisiert oder molekulare Eigenschaften vorhersagt. KI hilft zudem, neue Bereiche der Chemie zu erschließen und Prozesse zu beschleunigen – etwa durch autonome Labore, in denen KI-gesteuerte Roboter Hochdurchsatzprozesse durchführen, optimieren und Ergebnisse dokumentieren, oder durch generative Modelle, die neue Verbindungen entdecken. Kann KI auch die Serendipität in der chemischen Forschung ersetzen?

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