Gesellschaft Deutscher Chemiker

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Energie aus der Wüste

Nachrichten aus der Chemie, Dezember 2019, S. 28-30, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Die energetische und stoffliche Nutzung von Sonnenenergie in sonnenreichen Gebieten der Erde mit CO-Verwertung zu koppeln, hat das Potenzial, Erdöl als Ressource abzulösen. Zudem könnten dort neue Kohlekraftwerke sinnvoll sein.

Die durchschnittliche jährliche Sonnenscheindauer beträgt in Deutschland zirka 1550 Stunden, in Südspanien sind es etwa 3000 und in Katar 3550. Der Physiker Gerhard Knies (1937 – 2017) propagierte die Vision der Nutzung der Sonnenenergie zur Stromproduktion an sonnenreichen Standorten der Welt. Der Ökostrom aus der Wüste sollte sowohl lokal genutzt als auch durch Hochspannungsgleichstromübertragung in Industrieregionen transferiert werden. Die Desertec1) genannte Vision kam aber über die Planungsphase nicht hinaus, insbesondere weil Siemens, Bosch, Bilfinger, Eon und andere Unternehmen aus dem Vorhaben ausstiegen.2) Die Zukunft von Desertec ist ungewiss.

Billiger Solarstrom für die stoffliche Nutzung von CO2

Aussichtsreicher als das ursprüngliche Desertec-Projekt scheint eine Weiterentwicklung, Desertec II, nämlich die Sonnenenergie zu nutzen, um damit CO₂ als Rohstoff zu verwerten. Dies beschreibt etw

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