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Eine potenzielle präbiotische RNA-Peptid-Welt

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Nicht-kanonische RNA-Basen sind potenziell verantwortlich für den Übergang der RNA-Welt, in der hauptsächlich RNA katalytisch wirkte, in die heutige katalytischenPeptid-Welt. Dies zeigt nun Carrells Gruppe. Ihren Experimenten zufolge könnten 6-(Methylamino)adenin (m6A) oder 5-(N-Methylaminomethyl)uridin (mm5U) Mediatoren einer frühen Peptidbiosynthese sein. m6A reagiert über eine Harnstoffbrücke mit der NH2-Funktion von α-Aminosäuren und geht danach mit mm5U eine Peptidkupplung ein, wenn sie sich in einem RNA-Doppelstrang räumlich nahe sind. Hydrolytische Spaltung des Harnstoffs ergibt N-acyliertes mm5U. Die Peptidkette lässt sich sukzessiv mit m6A-verknüpften Aminosäuren verlängern; auch Fragmentkupplungen mit längeren Peptiden sind möglich. Diese RNA-Peptid-Hybride könnten später in der Evolution zur heutigen Peptidbiosynthese geführt haben. UJ

  • Nature 2022, 605, 279

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