Am 13. März 1926 veröffentlichte Erwin Schrödinger eine Gleichung in den Annalen der Physik, die auch der Chemie völlig neue Perspektiven eröffnen sollte. Max Planck las seine Ausführungen „wie ein neugieriges Kind“, 100 Jahre später brüten Supercomputer über Schrödingers Ergebnissen.
Weihnachten 1925. Eine Schneedecke hat das Bergdorf Arosa in den Schweizer Alpen in Weiß getaucht. Doch der Physikprofessor, der über die Ferien in der Villa Frisia Quartier bezogen hat, denkt nicht ans Skifahren. Erwin Schrödinger – Österreicher, 38 Jahre alt, runde Brille, eigentlich begeisterter Alpinist – wird von seinen Berechnungen in Bann gehalten.
Erwin Schrödinger in den 1930er Jahren, Dublin. Foto: Österreichische Zentralbibliothek für Physik, Universität Wien, F94–150